Fahrwerk und Reifen

Da Siegbert hinten schon Zusatzfedern hat tauchte er mit fortschreitenden Ausbau vorn immer weiter ein. Abhilfe schaffen nun vorn verstärkte Federn. Ich hab die bewährten Lesjöfors (für den Maxi 4026222) genommen. Für rund 120 Unionstaler sind die jeden Cent wert. Julchen sagt Siegbert ist jetzt eine Sänfte. Wer ne ABE braucht nimmt eben die von „Edelshit“. Wobei das augenscheinlich die gleichen Federn sind.

Was für den Hobbyschrauber eine einfache Aufgabe ist, stellt den Neuling vielleicht vor eine Herausforderung. Ist aber kein Hexenwerk. Hier eine Anleitung ohne Garantie auf Vollständigkeit.

Als erstes vorn beidseitig aufbocken und sichern. Besser auf einer Hebebühne. Dann die Räder runter und alle Kabel und Bremsschläuche aus den Halterungen am Stoßdämpfer und Querlenker ausklipsen. Sie müssen nicht abgezogen oder -schraubt werden.

Dann die durchgehende Sternschraube (roter Kreis) lösen und komplett entfernen.

Nun am besten mit einem zweiten Mann arbeiten. Während dieser dosierte Fäustelschläge auf die Seite des Querlenkers gibt, stell ich mich auf den Bremssattel. 110 kg Lebendgewicht reichten dafür. Keine Angst, der Bremssattel muss im Betrieb viel mehr aushalten. Alternativ mit einer langen Brechstange den Querlenker runterdrücken. Nun rutscht der Dämpfer nach und nach aus der Aufnahme. Dabei aufpassen, dass die Antriebswelle nicht aus dem Getriebe rutscht, sonst läuft Öl raus.

Ist der Dämpfer raus, nach hinten schwenken und den Querlenker wieder entlasten. Ggf. die Antriebswelle sichern, sollte sie rausrutschen wollen.

Jetzt die markierten Schrauben lösen und das jeweilige Unterteil des Armaturenbretts entfernen. Dahinter verbirgt sich der Dom unter einem Stück Dämmmatte (Foto vergessen). Jetzt muss der zweite Mann das Federbein halten während man die drei Domschrauben löst bis er hoffentlich stark genug ist es zu entnehmen. ;)😉

Den Federspanner in den Schraubstock und das Federbein in den Federspanner spannen (leider hab ich keine Fotosgemacht). Genau schauen und die Positionen der Federteller und des Domlagers merken. Die Feder spannen bis sie gerade nicht mehr in den Tellern sitzt. Dann mit dem Schlagschrauber die Mutter lösen. Ohne Schlagschrauber muss man die Dämpferstange gegenhalten. Der zweite Mann hält den Dämpfer und zieht ihn dann aus der Feder. Sollten jetzt die Kugeln aus dem Domlager umherfliegen braucht man ein neues. ;)😉

Jetzt den Federspanner lösen und die alte Feder in die Schrottkiste. Die neue Feder so stark spannen, dass die Mutter die ersten gut fünf Umdrehungen drauf geht. Dann entpannen bis die Feder satt an den richtigen Positionen in den Tellern sitzt. Dann mit dem Schlagschrauber auf mittlerer Stufe anziehen und sobald die Nuss nicht mehr dreht stoppen. Das Domlager sollte sich noch hin- und herdrehen lassen, wenn ihr lenken wollt. ;)😉

Nun in umgekehrter Reihenfolge das Federbein wieder einbauen. Beim Einführen in den Querlenker auf die Nut achten, sonst rutscht er nicht rein. Wieder mit dosierten seitlichen Fäustelschlägen nachhelfen. Für die letzten Millimeter den Querlenker abstützen und das Fahrzeug vorsichtig etwas ablassen bis Last drauf ist. Dann die Sternschraube wieder rein, Kabel und Bremsschläuche ran und Rad drauf.


Da die Reifen auch komplett runter sind gabs statt für Julija diesmal für Siegbert neue Schuhe.

Nokian Rotiiva AT Plus in 225/75R16. Also nochmal nen Zentimeter mehr Bodenfreiheit.

Nun ist das Fahrwerk gerüstet für den Urlaub auf Sardinien. 🙂

 

Herzlichen Dank an den zweiten Mann, Fred. 🙂

T

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